Pfarrkirche Lassee

 

Der Name  unserer Pfarrgemeinde leitet sich von „Lauchsee“ ab und weist heute auf einen sehr hohen Grundwasserpegel unserer, zwischen Donau und March, gelegenen Gemeinde hin. Seit ihrer Gründung im 12. Jahrhundert hat die Pfarre Lassee ein höchst wechselhaftes Schicksal erlitten. Damals hat der Babenberger Markgraf Leopold III der Heilige dieser Pfarre im Osten der Grenzmark dem Stift Melk geschenkt. Daraufhin entstand eine dem heiligen Martin geweihte Kirche. Sie erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe, mitten im fruchtbaren Marchfeld, der Kornkammer Österreichs. Eine Erweiterung der Kirche durch ein gotisches Presbyterium und zwei Seitenschiffen neben Wehrturm und Umfassungsmauer erfolgte im 14. Jahrhundert. Wiederholte Einfälle von Türken und Kuruzen hinterließen Spuren der Verwüstung. Ende des 17. Jahrhunderts sind daher Kirche und Pfarrhof nach den Plänen von Jakob Prandtauer in barocker Pracht neu erstanden und erhielten ihre heutige Form.