Pfarre und Pfarrfiliale

Pfarre Lassee

Der Name  unserer Pfarre leitet sich von „Lauchsee“ ab und weist heute auf einen sehr hohen Grundwasserpegel unserer, zwischen Donau und March, gelegenen Gemeinde hin. Seit ihrer Gründung im 12. Jahrhundert hat die Pfarre Lassee ein höchst wechselhaftes Schicksal erlitten. Damals hat der Babenberger Markgraf Leopold III der Heilige dieser Pfarre im Osten der Grenzmark dem Stift Melk geschenkt. Daraufhin entstand eine dem heiligen Martin geweihte Kirche. Sie erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe, mitten im fruchtbaren Marchfeld, der Kornkammer Österreichs. Eine Erweiterung der Kirche durch ein gotisches Presbyterium und zwei Seitenschiffen neben Wehrturm und Umfassungsmauer erfolgte im 14. Jahrhundert. Wiederholte Einfälle von Türken und Kuruzen hinterließen Spuren der Verwüstung. Ende des 17. Jahrhunderts sind daher Kirche und Pfarrhof nach den Plänen von Jakob Prandtauer in barocker Pracht neu entstanden und erhielten ihre heutige Form.

Filialkirche Schönfeld

 

Die der schmerzhaften Mutter Gottes geweihte kleine Kapelle  von Schönfeld verdankt der frommen Wohltätigkeit des Gutsherrn von Obersiebenbrunn, des Kardinals und Erzbischofs zu Wien, Sigmund Graf Kollonitsch, ihre Entstehung. Sie wurde im Jahre 1744 erbaut und war ursprünglich nur als Raum der Andachten gedacht.

 

Sie soll zu ewigen Zeiten zur Pfarre Lassee gehören und folglich dem Prälaten von Melk das Patronatsrecht darüber zugestehen. Die Erhaltung soll von Allem, was bei der Kapelle (an Opfer udgl.) eingeht, bestritten werden. Der Abgang soll aus Gemeindemitteln oder im Falle eines großen Abganges von der Herrschaft ersetzt werden.

 

Erst 100 Jahre später wurde durch eine bischöfliche Erlaubnis die Schönfelder Kapelle als Filialkirche   anerkannt und die Abhaltung von Messen ermöglicht. mehr...